Verkehrskonzept für Sbg… hey, ihr plagiiert mich *g*

Sicher fragen sich einige Leser, wieso gerade ich als japanophiler Mensch nichts zur Erdbeben-, Tsunami- und der schließlichen von Menschen gemachten Katastrophe in den Präfekturen Miyagi und Fukushima schreibe. Ganz einfach, mir fehlen bei den Ausmaßen, die die Katastrophe angenommen hat, mittlerweile einfach die Worte und es überwiegt nur noch die Hoffnung, dass doch die von Menschen gemachte Katastrophe teilweise verhindert werden kann (Erdbeben und Tsunamis sind Naturgewalten, für die kann man nix. Aber ein AKW ist eine von Menschen gebaute Zeitbombe.)

Stattdessen möchte ich euch ein neues Verkehrskonzept vorstellen, dass heute in den Salzburger Nachrichten vorgestellt wurde.

Ach so, und am Schluss doch noch was zu Japan: Wer gerne etwas spenden möchte und dabei auch etwas, was schon irgendwie mit Japan in Verbindung steht, kaufen möchte, kann bei Asu sich jetzt Tshirts mit einem traurigen Godzilla kaufen. Die 5 Euro, die Asu sonst einnimmt für das Tshirt, gehen nach Japan.

Ich denke der Artikel spricht für sich, deswegen mach ich dazu nur noch ein paar kleine Anmerkungen:

1. Wieso werden die Linien der RSB1 und RSB6 nicht kombiniert? Wenn Mattsee nicht über Eugendorf, sondern über Oberndorf angebunden werden soll, könnte man die RSB6 auch mit der RSB1 nach Lambrechtshausen über Dorfbeuren kombinieren. Eine kleine Kurve mehr für die Bahn, aber womöglich ein großer Synergieeffekt für den ganzen Flachgau.

2. Die RSB71 nach Wals würde ich gleich weiterbinden nach Bad Reichenhall. Dadurch wäre die Anbindung des Flughafens aus der von vielen Touristen besuchten Gegend im Berchtesgadener Land viel direkter. An den Bergen bei Großgmain dürfte man bautechnisch vorbeikommen.

3. Warum die S2 nur nach Traunstein? Nach den neuen Plänen wird das Rosenheimer Netz ab 2015 an die BOB übergehen. Die BOB ist eine Schwestergesellschaft der BLB, der Berchtesgadener Lokalbahn. Man könnte sich also sicher auf eine Weiterführung der S2 nach Prien oder Rosenheim einigen. Da die Rosenheimer bald auch eine Sbahnartige RB-Verbindung kriegen werden (und nicht mehr nur die REs nach Salzburg und Kufstein zur Verfügung haben), wäre somit auch in Rosenheim eine Art „kleines „Bahn-Netz“.

4. Habt ihr bei mir abgekupfert? Als ich die Zeichnung des möglichen Streckennetzes in den SN las, dachte ich nur noch: Hat da irgendwer meine (derzeit nicht aktive) Homepage gefunden gehabt und meine Ideen für ein Sbahn-Netz der Zukunft kopiert? Sbahnen zum Flughafen (und das über Messezentrum und Maxglan), Sbahnen nach Radstadt, Gastein, Eugendorf, Mattsee… auf die Idee kam ich bereits 2005!

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Unipress – Warum ich kein Chefredakteur dort sein würde

Salzburg hat eine eigene Zeitung für die Studierenden, die sogenannte Unipress. Das ist eine von der ÖH herausgegebene, sich an alle Studierenden wendende Zeitung.

Derzeit sucht die ÖH anscheinend immer noch fieberhaft nach einem neuen Pressereferenten, der sich dann auch um die Belange dieser Zeitung kümmern müsste. Eigentlich ein interessanter Job. Wenn da nur nicht die ÖH wäre. Denn seitdem es die rot-grüne ÖH-Führung gibt, gilt „nichtpolitisch“ sein wieder als unfein. Der Pressereferent soll deshalb den Wünschen der ÖH nach auch „politisch sensibel“ sein, was soviel heißt wie der ÖH-Politik treu ergeben.

Nun kann man sich denken: Bei so einen „Propagandamagazin“ wie der Unipress normal. Nur ist die Unipress eigentlich nicht das Propaganda-Magazin. Dafür hat die ÖH ihr eigenes „ÖH-Magazin“, in dem sie eigentlich lang und breit ihre politischen Ideen kundtun kann. Die Unipress sollte (und das war sie unter der alten schwarz-roten Führung auch) eine Zeitung sein, die sich unabhängig von der Parteifärbung für die Belange der Studierenden einsetzt und dabei journalistisch hochwertige Artikel produziert.

Journalistisch hochwertig. Das heißt, dass im Idealfall pluralistisch verschiedene politische Meinungen angesprochen werden und diese dann kritisch beleuchtet werden. Geschieht natürlich im Normalfall nur eingeschränkt, gerade in Österreich, wo der Staat sehr viel Einflussmöglichkeiten auf den ORF hat. Doch es stellt ein Ideal dar, dem sich Journalisten verpflichtet fühlen sollten, zumindest wenn sie nicht nur durch Parteibuchwirtschaft auf ihren Posten gekommen sind.

Die letzte Unipress hat dann auch bewiesen, wie so eine Zeitung aussieht, wenn eben nicht pluralistische Meinungsbildung, sondern nur einseitige Meinungsmache gestattet wird: Das eigentlich sehr vielschichtige Thema Feminismus und Emanzipation wurde nur einseitig aus dem Sicht der autonomen Frauenbewegung betrachtet, die Emanzipation der Männer, die auch führende Feministinnen wie Alice Schwarzer immer wieder fordern, wurde ebenso außen vor gelassen wie gemäßigtere Strömungen in der Frauenbewegung. Die Frage „wie emanzipiert ist die Durchschnittsfrau“ wurde ebensowenig gestellt. Dafür wurde wiederholt angeprangert, dass es noch keine Rektorin an einer Universität gibt (was sich aber aufgrund des Frauenüberschusses an den Universitäten, auch im Lehrkörper und im Rektorat, bald ändern dürfte), es wurde im Rahmen des internationalen Frauentages (nicht Frauenkampftag! Nur weil man selbst gerne gegen alles ist, kann man nicht einfach internationale Bezeichnungen umändern) nicht erwähnt, dass Frauen nicht etwa durch Tarifverträge oder Gesetze schlechter bezahlt werden (anders als es z.b. den Ostdeutschen im Vergleich zu den Westdeutschen ergeht), sondern dass es vor allem an der Arbeitssituation (Teilzeit, schlechter bezahlte Jobs) liegt, dass Frauen im Durchschnitt ein Viertel weniger Geld verdienen als Männer. Und sowieso wäre eh an allem der Kapitalismus schuld, dass auch in der DDR Frauen im Durchschnitt weniger verdienten als Männer, wenn auch mehr Frauen in Lohn und Brot standen, wird gerne mal vergessen. Aber ok, wenn eine Ausgabe schon statt eines Vorwortes einen Artikel des sich nervend in den Vordergrund drängenden Frauenbüros hat, kann der Inhalt ja kaum objektiv sein.

„Ja, gibts denn keine gegenteiligen Artikel?“, wird sich jetzt der geneigte Leser fragen. NEIN, gab es in der Ausgabe im Politikteil nicht, eine marxistische Kapitalismuskritik, die die üblichen Klischees aufarbeitet, die Marxisten vom Kapitalismus haben, ohne zu unterscheiden zwischen kapitalistischen Wirtschaftsformen in Südamerika, Japan, Europa oder Nordamerika, als ob alle Systeme gleich wären. Und das war auch gar nicht gewollt, wie mir Kay-Michael Dankl, Bildungssprecher der ÖH, persönlich erklärte, man würde zwar in unterschiedlichen Ausgaben unterschiedliche Meinungen zulassen wollen, aber diese Einseitigkeit sei gewollt gewesen.

Super, bei kritischen Themen wie dem Feminismus oder Kapitalismuskritik werden unterschiedliche Meinungen nicht zugelassen, aber bei Wischi-Waschi-Themen wie „Welches ist die beste Kneipe für Studierende“ schon. Wer bei solchen Voraussetzungen objektiv Journalismus betreiben will, müsste schon ein absoluter Vollprofi sein, um trotzdem noch objektive Berichte schreiben zu können. Wenn einem schon vorgegeben wird, in welche Richtung man schreiben sollte, damit der Artikel genommen wird, entzieht das jegliche Presse- und Meinungsfreiheit des Journalisten.

Die Unipress ist in meinen Augen für ALLE Studierende da. Und allein die Wahlergebnisse zeigen, dass von den 22% der Studierende, die gewählt haben, rund 30% eher konservativ denken. Dann haben wir noch die schweigende Mehrheit von 75%, die sich bei der letzten Wahl nicht festlegen wollte oder konnte. Gerade diese Mehrheit erreicht man eher mit einer pluralistisch aufgemachten Zeitung, in der sich sowohl linke als auch rechte Autoren äußern und es dem Leser überlassen, sich eine eigene Meinung zu bilden. Propagandistische Zeitungen schrecken diese Mehrheit eher ab und rein zur Meinungsmachtausübung verfasste Artikel lassen diese Mehrheit die Zeitung zur Seite legen. Und das sollte einer Zeitung mit einer Auflage von 20.000, damit alle Studierende ein Exemplar bekommen können, unwürdig erscheinen, wenn die Leser vom politischen Teil so sehr abgeschreckt werden (nicht aufgrund der linken Artikel selbst, sondern aufgrund der Einseitigkeit der Berichterstattung), dass sie sich z.b. für den Service-Teil nicht interessieren.

Liebe ÖH, macht eure Propaganda in eurem ÖH-Magazin, da is es mir relativ egal, wenn ihr im radikal-feministischen Wahn Frauen nicht nur als gleichberechtigt, sondern als „besser“, weil „einfühlungsfähiger“ und „konfliktlösungsbereiter“ als die Männer bezeichnet. Aber hört auf, aus der Unipress ein dreckiges Propagandablatt zu fabrizieren, dass dann keiner außer eurer kleinen Politikclique mehr lesen will!

Sascha Sierk
Student der Politik- und Kommunikationswissenschaft

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Wieso ich nicht antirassistisch und antisexistisch genannt werden will – sondern gleichberechtigt

Viele kennen die Diskussion über Gender und ähnliches. Kennen die Argumente der Feministinnen, dass aufgrund der Benachteiligung von Frauen, vor allem auf sozialer Ebene, diese zu fördern und zu unterstützen seien. Ebenso die Forderung, dass MigrantInnen zu fördern seien, da ihre Stellung in der Gesellschaft derzeit leider sehr niedrig ist. Mit der Ansicht, dass Frauen nicht benachteiligt werden dürfen, und dass es nicht entscheidend sein darf, ob jemand MigrantIn ist.

Allerdings geht mir bei der Debatte einiges echt gegen den Strich:

1. Die Betonung des Geschlechts bzw. des Migranten-Status durch manche Gruppierungen. Quotierte RednerInnenlisten, bei denen dann die Frauen auch noch bevorzugt werden sollen zum Beispiel. Es ist gut, wenn Frauen dazu ermutigt werden, sich bei Diskussionen einzubringen, denn es ist oftmals nicht einfach für Frauen, sich in einer von Männern dominierten Runde zu artikulieren. Aber bei quotierten RednerInnenlisten gibt es viele Probleme.

Zum Beispiel empfinde ich als Mann es als Beleidigung, wenn Frauen übermäßig bevorzugt werden sollen. Zum Beispiel indem sie überdurchschnittlich oft hochgereiht werden. Und was, wenn sich keine Frau meldet? Bei einer strikt quotierten RednerInnenliste dürfte dann keiner reden, bis eine Frau sich meldet, und die Diskussion wäre tot. Gut, ich kann mir gut vorstellen, dass das einige freut, denn Diskussion bedeutet das man seine Ansichten darlegen muss und damit tun sich manche schwer. Aber es ist im Gesamtkontext nicht konstruktiv, man will ja nicht ewig auf der Stelle treten.

2. Sprüche von manchen, die sich als antisexuell bezeichnen, wie: „Ich bin eine Frau, ich darf jetzt reden“, „man unterbricht keine Migrantin“ (nebenbei habe ich in dem Moment nicht mal jemanden unterbrochen, wenn ich mich mit jemandem anderen unterhalte, während sich die Kollegin mit der Migrantin unterhält, ist meine Intention nicht ihr Gespräch zu stören. Als ob an einem Tisch nur eine Gesprächsrunde sein darf), „du sprichst wie ein Mann“. Das ist Sexismus und Rassismus pur.

Wieso? Weil es das Geschlecht zur ausschlaggebenden Argumentationsebene werden lässt. Manche Feministinnen wissen anscheinend gar nicht, wie dicht sie da dem Faschismus und vor allem dem Nationalsozialismus kamen. Im Nationalsozialismus wurden Menschen auch nicht mehr danach geurteilt, was sie zu leisten fähig und willig sind, sondern: „Bist du Arier? Bist du Jude? Bist du Homosexuell? Bist du Sinti?“. Das nennt man Rassismus. Und wenn jemand nicht sagt: „Tschuldige, aber man unterbricht nicht, wenn jemand spricht“, sondern „man unterbricht eine Migrantin nicht“ ist man ebenso rassistisch wie die Rechtsradikalen!

Wenn man jemanden dafür kritisiert, dass er „wie ein Mann“ diskutieren würde, und das beschreibt mit „laut, gestenreich, direkt“, dann zeugt das eher davon, dass man selbst sexistisch ist, da man nicht in der Lage ist, diese Eigenschaften zu sagen, sondern es wird reduziert auf das Geschlecht. Und das meiner Meinung nach auch, weil die jeweilige Person in dem Moment keine wirkliche Begründung hat, wieso man nicht auch Gesten benutzen darf oder wieso z.b. in einer Situation, in der es etwas hitziger oder lauter ist, nicht laut sein darf. Es zeugt davon, dass die Person sich nicht artikulativ durchsetzen kann, sondern nur durch Vorwürfe.

Ich spreche mit vielen Menschen, auch mit vielen Frauen. Und was ganz interessant ist: Die meisten Frauen sind OHNE die Hervorhebung, dass sie eine Frau sind, ohne die Forderung nach Vorteilnahme aufgrund diesem Umstands, der durch die Verschmelzung zweier X-Chromosomen entstand, sich ganz normal unterhalten können. Und mit ganz normal meine ich, dass man einen gemeinsamen Mittelweg findet: Unterbrechungen z.b. nur, wenn es eine direkte Entgegnung ist, ansonsten lässt man den Kollegen ausreden. Und die Entgegnung zeigt man vorher kurz an, meist durch durch eine kurze Geste.

Ich denke das Problem besteht darin, dass Mann und Frau lernen muss, wirklich gleichberechtigt zu denken. Und das heißt in der Mitte sein. Dass heißt im Endeffekt ausblenden, ob der Gegenüber, mit dem man sich unterhält, ein XX oder XY ist. Auszublenden, ob er aus DE, AT, GH oder US kommt. Wer das hingegen betont, vor allem um seine eigene Meinung durchzusetzen, ist nicht antisexistisch, ist nicht antirassistisch, nicht antidiskriminierend. Sondern er/sie ist sexistisch, rassistisch und dadurch diskriminierend. Denn er ist nicht fähig, das Denken in diesen Kategorien abzuschalten und in konstruktiveren Kriterien zu denken.

Und um es mal auf die Erfahrungen die ich so mache, zurückzukommen: Für einen Großteil der Menschen, vor allem der Studierenden, ist dieser Unterschied der Geschlechter nur wichtig bei der Partnersuche. Für viele, leider nicht einen Großteil der Menschen, hier muss es sich noch durchsetzen, ist der Herkunftsort bei einer Diskussion nicht relevant.

Wir sollten endlich akzeptieren: Es gibt Frau und Mann. Aber das ist egal. Denn für uns sollte doch nicht entscheidend sein, was man ist, sondern was man tut und will.

Und wer ein Problem hat mit Witzen, die „Frauendiskriminierend“ sind, kennt nur nicht genug Witze, mit denen wir „Dreibeine“ fertiggemacht werden können. Denn Diskriminierung zeugt nur von fehlendem Selbstbewusstsein (schließlich würde keiner von uns die Nazis als besonders mutig bezeichnen, in der Gruppe sind sie aggressiv, als Einzelperson trauen sie sich meist nicht mal den Mund aufzumachen.)

Ich freue mich schon auf eure Kommentare. Und ehe jemand wieder mit „ZENSUR“ kommt: Ich zensiere nichts, was nicht strafbar (Aufforderung zu Straftaten und Beleidungen zum Beispiel). Ich brauch nur manchmal etwas zu freischalten der Kommentare.

Ein legales Banner an der Hohensalzburg

Eine der wichtigsten Aktionen, an der viele Studierende tagelang mitgearbeitet haben, ist anscheinend gut angekommen: Seit heute mittag hängt ein Plakat mit der Aufschrift „Free Uni“ von der Türkenwand der Hohensalzburg. (Bilder auf Salzburg.com, © unibrennt).

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Ein Kommentar. Und eine längere Erklärung danach

Die Michaela hat mir, da ich um 4:08 gerade nicht online war und deswegen nicht sofort ihren Kommentar freischalten konnte, folgenden zweiten Kommentar geschickt. Der wurde natürlich auch nicht automatisch im bekannten jetzt übrigens meistgelesenen Beitrag dieses Blogs freigeschaltet, weswegen ich mir die Freiheit gemacht habe, einmal ausführlicher ihr zurückzuschreiben.

ZENSUR

Sascha hat meinen Postingkommentar weggelöscht, in dem ich darauf hingewiesen habe, dass mich seine Rhetorik an Strache erinnert. Der verwendet auch Wörter wie „Linkslinke“.

Wenn Sascha eine solche Meinung nicht zulassen kann, sondern auf seinem Blog zensuriert, dann ist das meiner Meinung nach ziemlich bedenklich.

Ich habe sicher nicht zensiert. Es ist nur so, dass mein Blog moderiert ist (was auch im Impressum steht). Das heisst, dass ich Blogeinträge freischalten muss, ehe sie im Blog erscheinen.

Das ist eine medienrechtliche Notwendigkeit: Ich bin als Betreiber dieses Blogs auch für Aussagen von den Kommentatoren haftbar und muss deshalb vor der Freigabe der Beiträge diese kurz durchlesen. Außerdem schützt es gegen Spam, denn manche Spambots schaffen es, durch meinen Akismet-Schutz zu kommen (das ist ein Spamfilter für Blogs), und so verhindere ich, dass in meinen Beiträgen Werbung für Viagra, Dopingmittel oder Glücksspiele auftaucht. Es ist eine notwendige Zensur, allerdings habe ich in den zwei Jahren in denen dieses Blog bei WordPress existiert nur wenige Beiträge nicht veröffentlicht, diese waren Beleidigungen, die ich nicht in meinem Blog dulden muss.

Ich äußere mich gerne zu deiner Behauptung, meine Rhetorik ähnele der von Strache oder Haider: Ich bin linksliberal. Und ich stelle diese Liberalität, dieses Freidenkertum, auch heraus. Ich versuche, mich nicht instrumentalisieren zu lassen, sondern politischen als auch gesellschaftlichen Strömungen nur nachzugehen, wenn ich zu diesen stehen kann.

Ich habe in diesem Blog NICHT von allen BesetzerInnen geschrieben. Unter Linksradikalen verstehe ich solche, die nicht nur die soziale Gerechtigkeit verbessern wollen, sondern auf revolutionäre Art und Weise das System, in dem wir derzeit leben, das kapitalistische und demokratische System, stürzen wollen. Das ist in meinen Augen radikal, was nicht heißt, dass ich nicht auch Probleme sehe, die durch den Kapitalismus existieren, allerdings empfinde ich den Kapitalismus im Vergleich zur Idee des Kommunismus, in dem „jedem alles“ gehört, als das freiere System.

Es ist teilweise so frei, dass es leider manche Gruppen sehr stark bevorteilt gegenüber anderen Gruppen. Allerdings hat der Kapitalismus auch viele Stellschrauben, an denen, sofern der politische Wille da wäre, gedreht werden könnte. Das ist eine linke, aber auch liberale Denkensweise, und dazu stehe ich auch.

Meine liberale Haltung sagt mir auch, dass es natürlich nicht sein darf, dass irgendwelche rechten Gruppierungen die BesetzerInnen aus dem Hörsaal prügeln dürfen. Sowas widerspricht dem Grundgedanken der Meinungsfreiheit, der bei den RechtsRechten nicht stark verankert ist. Aber genauso wenig haben einzelne linke Gruppierungen ihre Meinung als die einzig gültige gelten zu lassen, denn das widerspricht auch der Meinungsfreiheit.

Ich gehöre zu den gemäßigten Studierenden. Und wer damit ein Problem hat, dass ich ebenso wie andere Studierende meine Meinung äußere, und mich dann auf die Art und Weise ausdrücke, wie ich es für richtig erachte und wie es meine Art ist, muss mit diesem Problem leben. Meine Worte sind auf alle Fälle überlegt, wenn ich mich äußere, und ich vertrete dann natürlich meine Ansicht, was die Studierenden in Salzburg möchten. Aber ich denke, das tut jeder von uns.

Ich kann zu Hause bleiben. Ich kann aber auch weiter im Plenum sein. Ich kann tun und lassen, was ich für richtig erachte. Dazu habe ich ein Recht und ich bin dafür selbst verantwortlich, was sich daraus ergibt. Aber ich bin weder ein Rassist wie Strache noch ein Populist wie Strache.

Ich habe heute für meinen Blogeintrag positive als auch negative Meinungen zu hören bekommen. Nur mich in ein rechtes Eck gestellt hat mich bisher noch keiner. Denn wer mich kennt, weiss, dass ich kein Rechter bin.

Ich habe einmal in einer Radiosendung auf einem Internetradio, für das ich Sendungen gestalte, gesagt, ich wäre böse. Doch es ist eher so: Ich bin ehrlich. Ich mache aus meinem Herzen keine Mördergrube und ich zeige, wenn mich etwas bewegt, sowohl körperlich als auch öfters verbal.

Und wenn Dinge passieren wie das an die Hauswände der GesWi gesprüht wird, wenn Fotos einer schönen Ausstellung, an der Studierende der Kommunikationswissenschaft ein Jahr lang gearbeitet haben, zerstört werden (ich hoffe, es wird pfleglich mit den Sesseln umgegangen, die sind immerhin auch nicht Eigentum der Studierenden), wenn versucht wird, von der Bildungspolitik-Diskussion überzuschwenken hin zu einer vor allem von Kapitalismuskritik und Gesellschafts-Veränderungsdrang geprägten Thematik, dann bin ich nicht ruhig. Dann melde ich mich zu Wort und sehe auch keinen Grund, ein riesengroßes Blatt Papier vor den Mund zu legen. Ich wurde dafür schon kritisiert, aber ich war/bin nicht dafür da, nur mitanzusehen, wie alles verläuft. Und ich hoffe, dass die anderen auch dafür da sind, um etwas zu verändern und sich äußern zu wollen.

Ich habe bisher kein schlechtes Gewissen bei dem, was ich getan habe. Und das wird auch so bleiben. Und ob ich bei der Uni vorbeischaue (immerhin geschieht an der Universität noch anderes als Hörsaal-Besetzungen) oder ins Plenum schaue oder mich zu etwas äußere, ist denke ich meine Angelegenheit. Jemanden in etwas reinreiten ist auf alle Fälle nicht meine Intention, ebensowenig wie ich die Sache an sich, die Besetzung des Hörsaals zur Durchsetzung der Verbesserung der Lehrbefindungen der Universitäten, Schulen usw., sabotieren oder schädigen will.

Aber wie gesagt: Ich muss nicht mitmachen. Ich habe diese Woche sehr viel anderes zu tun, Arbeiten, Beiträge für Uniradio vorbereiten, zur Uni gehen, Radiofabrikfest. Wenn ihr anscheinend keine Mitstreiter für eure Sache braucht… könnt ihr’s auch alleine machen.

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Ein Reply auf Komments mir gegenüber der letzten Stunden

Mein Eintrag über Meine Ansichten zur derzeitigen Grundsatzfrage des studentischen Protests in Salzburg schlägt Wellen. Schon fast 500 Visits nach nur rund fünf Stunden hatte ich noch NIE in meinem Blog, sogar meine beliebtesten Artikel „der Name der Scheide“, „Talk2move“ und „Bürgermeisterwahl in Uetersen“ sind eher kontinuierlich und nicht in einem solchen Ansturm gewachsen. Dabei war vieles einfach reingehauen in die Tastatur, ich habe nicht einmal eine Rechtschreibprüfung gemacht gehabt.

Ich habe viele Kommentare in den letzten Stunden erhalten, die meisten hatten den Tenor, dass man noch nicht aufgeben sollte. Aufgeben will ich auch nicht. Ich will eine Blockade des Hörsaals, in der konstruktiv an der Verwirklichung unserer Ziele sind, die die Verbesserung der Studienbedingungen sind. Da kann man sich gerne auch mit anderen Gesellschaftsgruppen solidarisieren und es ist gut, wenn wir auch solche Solidarisierungen kriegen. Doch: Im Brennpunkt unserer Bemühungen muss meiner Ansicht nach die Situation an der Universität sein. Nur so können wir viele Studierende erreichen und davon überzeugen, dass die Besetzung eben nicht nur reine Schikane für unsere Mitkommillitonen ist, nur so können wir stark in der Öffentlichkeit auftreten, nur so verzetteln wir uns am Ende nicht.

Deswegen sitz ich derzeit vor dem Hörsaal und werde auch nachher mir noch einmal das Plenum anhören. Allerdings kann ich nicht versprechen, dass ich drin bleibe. Das wird die dortige Situation und Diskussion zeigen.

Was mich irritiert hat, war, dass mich ausgerechnet „Studieren statt blockieren“ gelinkt hat. Denn im zweiten Satz meines Eintrags stand doch eindeutig, dass ich die grundsätzliche Besetzung des HS 381 befürworte. Wer studiert, sollte doch lesen können *g*. Aber das habe ich den Mitstudierenden dort auch geschrieben. Mal schauen was die Sandra Pichler darauf antwortet. Und natürlich kann man kein Fazit machen, wenn etwas noch gar nicht zuende ist, das ist ja wohl hoffentlich klar.

Wie sich der Protest entwickelt, hängt von allen ab: Morgen am Montag gibts nunmal die Grundsatzdiskussion über den Weg und die Ziele dieser Bewegung. Und die, die keine Radikalisierung wollen, müssen sich einbringen. Nicht im Facebook oder Twitter mitverfolgen, was geschieht, herkommen, mitreden, sich einbringen, den Leuten zeigen, wie die Studierenden denken! Das ist gefragt, hoffentlich regen dazu meine Beiträge hier an.

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Jetzt ist mir echt der Kragen geplatzt…

Geplatzt nicht wegen der Besetzung der Unis, denn für mich fällt ja keine Vorlesung aus. Und ich finde es gut, dass so die Situation an der Universität sich aufgezeigt hat.

Nein, geplatzt ist mir der Kragen, weil einige Linksradikale, die mit besetzen, immer mehr beweisen, dass es ihnen NICHT um das Wohl der Studierenden geht. Um einen dieser Linksradikalen zu zitieren: „Mich interessieren die Studierenden einen Schaß.“

Super auf den Punkt gebracht und es passt auch sehr zum Verhalten dieser linksradikalen Deppen, die lieber wollen, dass wir in Salzburg uns mit „Arbeitern und Arbeiterinnen“ solidarisieren statt dass wir erst einmal versuchen, mehr Mitstreiter bei den Studierenden zu finden. Die lieber stundenlang über Sexismus debattieren, statt über Sachthemen abzustimmen, wodurch nach fast eine Woche Besetzung noch kein Inhalt aus den Arbeitsgruppen herausgekommen ist. Die nicht im Stream gefilmt werden wollen, mit der Begründung, dass sie nicht gesehen werden wollen, von wegen Verfassungsschutz und so.

Mit solchen Menschen kann ich nicht mehr zusammenarbeiten! Sie wollen nicht das Wohl der Studierenden bzw. dessen Situation verbessern, sondern die Studierenden dazu mißbrauchen, einen Systemwechsel zu machen, hin zum Anarchismus-Kommunismus. Fantasten, die glauben, man könne so die Bevölkerung kriegen.

Ich hatte heute in der nacht lange Diskussionen mit zweien von diesen, eine Frau und ein Mann, und tw. ist mir schon da fast der Kragen geplatzt. Denn diese Menschen sind so in ihrem Weltbild festgefahren, dass sie ein rechts und links von ihrer Meinung gar nicht mehr kennen. Sie kennen nur noch ihre „Mission“, die „Befreiung“ der Menschen vom Kapitalismus. Sie reagieren auf Kritikpunkte gar nicht, und wenn jemand rhetorisch zu kontern weiss (was ich kann), kommen Sprüche wie: „Also du, ich finde das ja jetzt gar nicht so toll, was du da sagst“… gratuliere, besser auf sozialistisch ausdrücken, dass es sie stört, dass man nicht ihnen nachlabert, sondern nachdenkt, geht wohl nicht.

Von wegen Diskussionskultur, wenn man mit zwei von diesen feministischen Frauen redet und die eine die Meinung vertritt, dass Frauen, weil sie sich weniger zu Wort melden würde, prinzipiell vorgereiht gehören (Zitat von Lina), und eine andere dann meint, Mozart wäre in Salzburg illegal gewesen (es gab im 18. Jahrhundert noch keine Staatsbürgerschaften, gerade deswegen konnte Mozart ohne große Mühen Reisen nach Augsburg, Wien und Paris machen), und ein dritter nur seinen weltveränderischen Kram erzählt, aber auf die Frage, wie man die Studierenden mobilieren soll, nur meint, die Studierenden seien egal (derzeit beteiligen sich nur ca. 40 Studierende am Protest), dann denk ich mir nur noch: „Ach lecks mich doch am Arsch.“

Wenn dann Unifremde Personen, die sich durch die Besetzung im Haus befinden, auf dem Fach einfach Banner entfalten und darauf, dass wir sie abgenommen haben, nur damit reagieren, dass sie das Plenum in Frage stellen, da sie mit der Demokratie nichts anfangen können, wenn einfach Graffitis auf die Uni gesprüht werden, Bilder der Ausstellung „40 Jahre Kommunikationswissenschaft“ abgerissen werden usw., dann gehts für mich zu weit.

Das ist MEINE Uni, das ist UNSERE Uni. Und an UNSERER Uni hat es um die Uni zu gehen, nicht um illusorische weltverbesserliche Utopien.

Und mit diesem Blogeintrag erkläre ich meine Mitarbeit an dem Projekt „Uni brennt“ für BEOBACHTEND.

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