Acme.Anime empfielt: Hekikai no Aion

Acme.Anime meldet sich auch mal wieder und zwar mit der Buchbesprechung eines neuen Mangas von Yuna Kagesaki, Hekikai no Aioun.

Der Karin/Cheeky-Vampire-Manga von Yuna Kagesaki ist bekannterweise beendet, alle 14 Bände sind bereits in Deutschland erschienen, die Romane folgen derzeit. Da die Zeit natürlich nicht stehen bleibt für eine Mangaka, zeichnet und illustriert Yuna Kagesaki aber bereits einen neuen Manga. Hekikai no AiON spielt wieder in einer Welt, in der sich Mystik und Realität vermischen. Dieses mal allerdings trifft nicht die Welt der Vampire auf die Menschenwelt.

Tsugawa Tatsuya ist ein 16jähriger High-School-First-Grader und muss neben diesem Einschnitt in sein Leben auch den Unfalltod seiner geliebten Eltern überwinden. Sein Vater gab ihm auf dem Sterbebett noch mit, dass er „ein Mann großen Kalibers“ werden solle, nur dann wäre er ein wahres Mitglied des Tatsuya-Clans. Tsugawa kann sich aber nichts unter diesem Begriff vorstellen.

In seiner neuen Schule läuft oder besser gesagt fällt ihm gleich ein bisher unbekanntes Mädchen entgegen: Seine Miyazaki. Sie wird anscheinend von ihren Klassenkameradinnen gemobbt und brutal verprügelt, was der sehr mitfühlende und Gerechtigkeits liebende Tsugawa verhindern möchte. Doch sie fordert ihn dazu auf, sie in Ruhe zu lassen, sie wolle gemobbt werden.

Am Abend muss er miterleben, wie die Klassenkameradin und Seine in einen Kampf auf Leben und Tod verwickelt sind: Seine wird gewürgt und aus dem 3. Stockwerk geworfen. Natürlich ist sie durch den Sturz tot. Aber nicht lange, ehe Tsugawa den Verlust des Mädchens betrauern kann, steht sie schon wieder vor ihm und greift das sie mobbende Mädchen mit einem merkwürdigen Monster, dem Aion, an.

Wer ist dieses Mädchen, warum lebte sie lange in einem Pappkarton? Wieso lässt sie sich mobben und ermorden? Und wieso wird sie nach ihrem offensichtlichen Tod wieder lebendig? Was ist Aion, was diese „Mushis“, von denen die Menschen, die sie angreifen, befallen sind?

Alles Fragen, die sich im Manga im Laufe der Kapitel klären, auch wenn immer neue Rätsel aufgeworfen werden und auch wenn der Manga in Japan noch nicht komplett erschienen ist.

Mit Hekikai no Aion ist Yuna Kagesaki ein weiteres Mal ein Geniestreich gelungen. Die bestehende Mischung aus übernatürlichen Wesen und der japanischen Alltagskultur (besonders die Totentrauer, eigentlich ein Tabuthema, wird näher erläutert), die bereits bei Karin/Cheeky Vampire erfolgreich angewandt wurde, wird hier auf die Spitze getrieben. Ein wenig sind die Figuren zwar aus der westlichen Welt „entlehnt“ (aus der Meerjungfrau Arielle wurde die böse Ariel), der Manga bietet aber in seiner (für Kagesaki fast schon üblichen) Umwälzung sämtlicher traditionellen Mythologien (wobei Anleihen an den Geschichten um Meerjungfrauen, Atlantis, dem Magiker Simon (der ein wenig an Petrus erinnert), Hexen und mächtigen Drachen verwendet wurden) viele spannende Anknüpfungspunkte.

Ein wenig Fanservice fehlt auch nicht, zwar ist Seine kein Mädchen, dass sich (anders als Karin) für irgendwas schämt, trotzdem fällt in pikanten Szenen immer rein „zufällig“ das Haar oder die Schuluniform über bestimmte Bereiche. Auch werden heutige Phänomene der Mangaszene wie Lolicon komplett aus ihrem Klischee entrissen, woran man gut die zweite Hauptrichtung von Kagesakis Schaffen, Ero-Games, erkennen kann.

Alles in allem ein lesenswerter Manga, wer ein wenig googlet kann sich auch leicht einige Anreize verschaffen.

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