Talk2move – 2 Jahre später

Es ist teilweise sehr interessant, wie sich Artikel im Lauf eines Bloglebens entwickeln. Besonders herausstechend bei mir scheint da der Talk2move Artikel zu sein, der außer in den paar Tagen als bei Unibrennt viel los war immer in auf den Plätzen ist.

Wenn man sich jetzt die Kommentare die so aufgelaufen sind durchliest stellt man fest, dass anscheinend vor allem zwei Gruppen von Lesern diesen Artikel lesen: Mitarbeiter bzw. Fundraiser von Talk2move und solche, die Rat suchen wegen Talk2move oder sich über die Firma aufregen.

Auffallend dabei vor allem die Spaltung der Meinungen: Während flipsy zum Beispiels schrieb:

naja war 2 monate bei t2m und muss sagen es war nicht leicht haben mich auch um mein geld beschissen jeden tag 10std gearbeitet wenig pausen etc. jetzt mach ich noch immer mitgliederwerbung (aus überzeugung) und ich muss sagen andere vereine sind besser und fairer

schreibt Jonny:

Ja, die Arbeitszeiten sind hart, für dich womöglich sogar inhuman, für einen Ferienjob nicht angemessen.
Ich selber war aber der Auffassung: „Wenn ich Geld verdienen möchte, dann richtig und nicht Wischi-Waschi“. Soll heißen: Diejenigen, die solange arbeiten, tun das aus freien Stücken, niemand wird gezwungen, jeder hat jederzeit die Möglichkeit auszusteigen und das Team zu verlassen.

Interessant vor allem die Motive, wegen denen die Mitarbeiter angeblich mitmachen, Funda zum Beispiel:

Ich muss aber sagen: wer nicht geworben hat, wird es NIE verstehen. Es ist wirklich ein geisitiger Prozess, den man durchlaeuft. Irgendwann steht man wirklich nicht aus finanziellen Gruenden auf der Strasse, sondern weil man etwas tun will.

Ich habe mich bei solchen Postings manchmal gefragt, was die Mitarbeiter bei Talk2move suchen. Lebenstraumerfüllung? „Hey, ich liebe es, 12 Stunden im Regen oder sengender Sonne zu stehen und die Leute wegen Regenwäldern anzulabern, mein Traumjob.“ Und das zu Löhnen, die

nicht überragend, sondern höchstens angemessen (eigentlicheinnetter)

sind. So kann man natürlich es auch nennen, wenn man für 3-5 Euro in der Stunde sich ausbeuten lässt (die Abrechnung in Tagespauschalen ist nach dem Arbeitsrecht in den meisten Berufen verboten, da sie zu einer Schlechterstellung des Arbeitnehmers gegenüber seinem Arbeitgeber führt. Zu einem guten Job gehört auch, dass man weiß, von wann bis wann man zu arbeiten hat. Und ja, auch oft kritisierte Arbeitgeber wie IKEA und McDonalds achten darauf.)

Interessant auch die Einstellung gegenüber Provisionen laut eigentlicheinnetter:

Zum anderen ist das Geschäftsmodell eigentlich ziemlich logisch: Bezahlung nach Leistung. Das motiviert, „belohnt“ und ist fair.

Klar, Provisionen sind nett, sind ein Arbeitsanreiz und werden in den meisten Firmen den Mitarbeitern gewährt. Allerdings stellen sie eine echte Belohnung dar: Du kriegst ein Grundgehalt von z.B. 1000 Euro von deinem Kleidungshersteller. Bei 160 Stunden Arbeitszeit sind das zwar nur rund 6 Euro Stundenlohn, allerdings hast du die auch sicher. Und wenn du viel verkaufst, gibts dafür was extra.

Wie ist es bei Talk2move? Wenn du Glück hast stehst du nur deine 8 Stunden da. Das ist aber ein Stundenlohn von 3,75 Euro. Wenn du wie es Flipsy und auch andere beschreiben dann mal 11-12 Stunden oder gar bis Mitternacht zum Arbeiten gedrängt wird, dann verringert sich dein Stundenlohn schnell mal auf unter 3 Euro.

Dann kommen die Provisionen. 6 Euro je geschriebenem Mitglied. Heißt bei durchschnittlichem Aufkommen, also 5 neue Verträge 30 Euro. Voraussichtlich also nochmal 2-3 Euro Stundenlohn drauf, macht also 5-6 Euro/h. Voraussichtlich. Denn da viele innerhalb der ersten 2 Monate abspringen, verringert sich das vielleicht noch. Aber selbst mit den Provisionen steigen also Fundraiser, obwohl draußen bei Wind und Wetter arbeiten darf, schlechter raus als wenn sie Kleidung vertickern würden.

Klar, man kann mehr Leute „schreiben“, aber ich rechne lieber mit Durchschnittswerten, die Mitarbeiter verarschen und auf ihre fehlende Mathematik-Fähigkeit hoffen überlasse ich lieber den Agenturen selbst.

Was ich in meinem Seminar damals miterleben durfte und was sich im Laufe des Kommentarverlaufs auch herausgestellt hat, ist dass die Firma vor allem Schüler und Auszubildende auf der Suche nach einem als „gut“ angenommenen Job. Mel zum Beispiel:

Ich bin ehrlich: Mir geht es hauptsächlich darum in den Ferien einen sinnvollen Job zu machen, der auch gut bezahlt wird. Gekellnert und so habe ich genug!

Auch Jessi87 geht es ähnlich:

doch da ich im sommer mein letztes ausbildungjahr antrette und da natürlich herausragende arbeit leisten möchte, kann ich es mir nicht leisten körperlich an mein ende zu geraten.

In meinen Augen eindeutig: Talk2move (und natürlich auch andere ähnlich arbeitende Agenturen, schwarze Schafe gibts ja leider viele, ums Geld herum schwirren ja viele Geldscheißfliegen) sucht sich unerfahrene, motivierte und mit dem Willen zu helfen ausgestattete Schüler, Studenten und Auszubildende, um ihren Idealismus aufs härteste auszubeuten.

Und damit die nicht am Ende sich aufregen oder sich beschweren, wird ihnen eingetrichtert, wie hart sie sind, dass sie es aushalten, sich bepöbeln, anzuspucken oder ausbeuten zu lassen. Sie tuns ja für die armen Tiere oder Menschen in anderen Ländern, die bepöbelt, angespuckt und ausgebeutet werden ;).

Oeffensichtlich (sic!) ist T2M nichts fuer dich, aber das ist, wie du auch sagst,vllt auch gut so, denn es ist nur was fuer die harten, die an ihre Grenzen wollen und denen es wirklich nicht nur ums Geld geht (Funda).

Lustig auch die Verklärung des Jobverhältnisses von einigen der Mitarbeiter (Jonny zum Beispiel):

Nie in meinem Leben habe ich Fundraiser, die ehrenamtlich von einer Organisation wie Amnesty International oder Greenpeace gesehen, die ohne Entgeldung gearbeitet haben.

Das Arbeiten für Talk2move ist also ein Ehrenamt? Interessante Einstellung, ich frage mich dann nur, wieso mir damals so ein ellenlanger Vertrag vorgesetzt wurde, den ich dann am Ende nicht unterschrieben habe. Recht mühselig, für ein Ehrenamt soviel Text zu produzieren.

Besonders gefallen haben mir die Postings, die mir mangelndes Wissen vorwerfen, derRächer zum Beispiel:

fünftens finde ich es sehr fraglich insider informant sein zu wollen, nachdem ich nicht einmal bis zum ende der Schulung bleibe…

Genau, weil ich schon nach zwei Stunden gecheckt habe, dass ich hier verarscht werde, bin ich also nicht objektiv genug um die Arbeit einzuschätzen. Zum Glück habe ich ja Poster, die bis zum Ende durchgemacht haben (JOhnny):

ich habe ein Monat bei Tallk 2 move gearbeitet und kann somit auf eigene Erfahrungen zurückgreifen.

Auch die Beschreibungen der Arbeit durch Funda und jonny sorgten nicht etwa für eine Abänderung des Bildes, das ich von Talk2move habe. Laßt es mich so sagen: nur weil ihr durch idealistische Verblendung die Verarschung hinter eurer Arbeit nicht sieht, heißt das nicht, dass sie nicht da ist.

Der Artikel hier ist jetzt auch schon wieder recht lang geraten. Also beende ich ihn lieber schnell, und hoffentlich schafft es auch irgendwann mal ein anderer Artikel, den Talk2move Artikel zu übertrumpfen.

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10 Antworten to “Talk2move – 2 Jahre später”

  1. shermi Says:

    Moinsen!!!

    Also ich gebe gerne mal meinen Senf dazu!
    Ich habe nur ein paar Tage für Talk 2 Move gearbeitet und bin dann am 2ten Tag ausgestiegen.

    Es ist einfach so, dass der Arbeitsaufwand und die Bezahlung nicht im Gleichgewicht stehen…!
    Ich komme also um 8:30 Uhr früh ins Büro…kurz frühstücken, Sachen (Infostand, Mappen blablabla…) zusammenpacken –> und los zur „Location“! Stand aufbauen und dann bis 18:30 Uhr fremde Menschen anlabern! Optimalerweise alle 12 Sekunden einen Menschen!
    Es ist nicht so, dass man am Infostand steht und auf die Leute wartet…man läuft in schnellem Tempo ununterbrochen einen Umkreis von ca. 100m ab! Am besten läuft man in der Form einer 8, wie mir von erfahrenen Teamleitern gesagt wurde…!

    Hinzu kommt, dass das unangenehme Thema „Pausen“ nicht wirklcih so ernst genommen wird…! Also hatte ich zum Beispiel am ersten Tag eine 5min Raucherpause und etwas später eine 20-minütige Pause, um etwas zu essen.

    Dass Schüler noch keine Ahnung vom Arbeitsschutzgesetz haben, wird hier für Talk 2 Move zum Vorteil.

    Jedenfalls habe ich am 2ten Tag gekündigt, weil der Job einfach extreeem hart ist und der komplette Tag verloren ist! Ich bin morgens um 6:30 uhr aufgestanden und war abends um 21 Uhr wieder zuhause. Und das Ganze für 30 Euro am Tag??? Natürlich gibt’s noch Provision für Leute, die man „schreibt“…aber naja…zu der Bezahlung muss ich nciht viel sagen, denke ich.

    Ich persönlich finde diesen Job nicht gut! Ich bin für diesen Job nicht geeignet!
    Man muss sich ständig motivieren…auch, wenn die Füße schmerzen und es in Strömen regnet, muss man weiterlaufen und lächeln und positive Ausstrahlung haben!

    Der Job ist hauptsächlich als Ferienjob ausgeschrieben und tatsächlich scheint es mir, als wenn die meisten Bewerber und Fundraiser Schüler sind, die den Job in den Ferien machen! Es sind auch viele Jugendliche dabei, die noch keine 18 sind (Jugendschutzgesetz???).

    Talk 2 Move stellt sich als coole, junge, moderne und lockere Firma dar. Ich behaupte hier nicht das Gegenteil!
    Aber die Zielgruppe sind definitiv Schüler…denn: Ein 17-jähriger Schüler, der noch nie vorher einen Job gemacht hat, hat noch keinen Vergleich! Für ihn sind 30 Euro am Tag viel Geld und auch der Arbeitsaufwand ist für ihn okay!

    Naja…ich bin nicht auf diesen Job angewiesen, deshalb habe ich ihn gekündigt.

    Ich werde in Zukunft mitfühlend an einem Malteser Stand vorbeigehen und den jungen Fundraisern ein Lächeln zurückschenken, weil ich jetzt weiß, was es heißt, dort zu stehen!

    Ansonsten kann ich den Job nicht empfehlen!
    Gerade an die jungen Leute, die noch keine Erfahrung mit Jobs haben: Sucht euch einen Jpb mit einer fairen Bezahlung!
    Es kann nicht sein, dass man einen Hungerlohn von nicht einmal 4 Euro pro Stunde bekommt und sich mit der Provision erst auf einen einigermaßen angemessenen Lohn arbeitet.

    Wie gesagt…nicht empfehlenswert!!!
    Und falls ihr doch heiß auf den Job seid, dann sollte eure Freundin/euer Freund gut in Sachen Fußmassage ausgebildet sein! 🙂 Die werdet ihr brauchen!

    Gruß

    • shermi Says:

      Achso…ein kleiner Nachtrag zum Arbeitsalltag!!!

      Nachdem man um 18:30 Uhr die Location wieder verlässt, muss man noch ins Büro fahren, um die Infostände dorthin zu bringen und zu notieren, wieviele Leute man „geschrieben“ hat…

      • Journalie Says:

        Hallo Shermi, hallo saschap,

        ich recherchiere gerade zum Thema talk2move und würde sehr gern mit euch näheren Kontakt aufnehmen. Dabei bin ich – nicht übel nehmen – in erster Linie an shermi interessiert, weil die Erfahrungen noch recht frisch scheinen.
        Es wär echt super wenn du mir mal ne Mail schicken könntest damit wir mal in Kontakt treten können: k_roeper@web.de

        Ich hätte vor allem Fragen dazu, wo du deine Erfahrungen gemacht hast!

        Wär super wenn es klappt, wenn du noch Hinweise hast saschap, bist du natürlich herzlich eingeladen dich auch zu melden!

        Danke und liebe Grüße, die Journalie

    • sodasimon Says:

      Bravo! Meine vollste Unterstützung für deinen Artikel, es muss möglichst viel in der Richtung investigiert+ publiziert werden, damit Talk2Move in seinen dubiosen Tätigkeiten nicht weiter unterstützt wird. Super Resumé, deckt sich mit meinen Erfahrungen, und Glückwunsch für die Entscheidung sofort abzuspringen.

  2. Salam Alaikum Says:

    „Die Vereine haben sich nicht von uns getrennt. Wir haben gemeinsam mit dem WWF Österreich und ai entschieden, eine Inhouse Kampagne aufzubauen. Das heißt, das unsere Mitarbeiter jetzt direkt für die Vereine arbeiten und keine Agentur mehr dazwischen ist. Um das beste Know How zu vermitteln und weiterhin kostengünstig zu arbeiten.
    Überzeugen kann sich jetzt jeder unter aiwwf.at.“

    Dankeschön. Das und die Unmenge an Informationen die man im, noch relativ, freien Internet finden kann haben mir die Entscheidung nun letztlich abgenommen, dabei hätte ich den Job schon fix, nur bat ich im Bedenkzeit. Gott sei dank noch nichts unterschrieben. (Was zu gut klingt um wahr zu sein ist wohl auch nicht wahr)

    Leider haben mich nun sowohl der WWF als auch AI als Spender verloren. Ich spende lieber an kleine „Einmann-organisationen“ und zwar an verschiedene und soviel ich für angemessen halte, denn so erhöht sich der Streufaktor.

    Schade, ich hätte gerne etwas in dieser Welt verändert, aber dafür gibt es ja hoffentlich auch andere Wege. Ich bin für Sekten generell nicht zu haben und die Methoden die überall beschrieben stehen erinnern mich daran.

    Eigentlich wollte ich es ja erst selbst versuchen und meine eigenen Erfahrungen sammeln, nur durch persönliche Gespräche und viel Recherche lasse ich das lieber, ich habe nämlich wenig Lust am Ende auch noch drauf zu zahlen.

    Die positiven Mitteilungen will ich nicht per se ablehnen, jedoch scheinen sie mir oft, durch Wortwahl und sinnlose Beleidigungen die wohel Argumente ersetzen sollen, wie „Gehirn gewaschen“. Nun gut, Hoffnung ist was diese Welt braucht, wenn ihr daran glauben möchtet, es steht euch frei.

    Bedauerlich, sehr bedauerlich, dass dieses extremkapitalistische System bereits die letzten Bastionen der Menschlichkeit korrumpiert hat. Aber wahrscheinlich wird man „menschlich“ bald neu definieren müssen.

    *schüttelt angewidert den Kopf*

    Habt Dank für Eure Arbeit hier!

    Salam Alaikum

    PS: Drohungen und der Verweis auf „Rufmord“ kann eingespart werden. Es gibt etwas das nennt sich „Freiheit“ und kein Gesetz der Welt und keine Strafe kann uns diese nehmen. Selbst die Angst davor hat keine Macht! Lebt lang und in Frieden.

    PPS: Der Aufwand eine IP-Adresse herauszufinden, wenn das Gegenüber weiß was es tut wird sich nicht rentieren 😉 NOCH ist das Internet von beiden Seiten manipulierbar.

    Anmerkung der Red:
    Der letzte Kommentar eines Users, den ich auf Anraten von Talk2Move editiert hatte, ging nach Ansicht der Talk2move GmbH damals zu weit in eine Ecke, in die auch ich sie gar nicht sehen möchte. Es war ein Vergleich der nix argumentativ brachte. Ich selbst habe es nur editiert, um nicht selbst noch Stress zu kriegen, was du sicher verstehst. Nebenbei wurde ich auch nicht nach den Kontaktdaten des damaligen Kommentators gefragt und hätte Sie auch nicht einfach herausgegeben, die Pressefreiheit und Meinungsfreiheit, die auch für Blogs gilt, erlaubt mir dieses. Und da in deinem Post kein erkennbarer Rufmord stattfindet, dürfte Talk2Move sich nicht bei mir melden (die lesen nämlich mit, da mein Blog auf Seite eins der Google-Hits steht.)

  3. Salam Alaikum Says:

    Hey saschap,

    die Aussage bezüglich Rufmord und Verleumdung war keineswegs auf dich gemünzt. Leider weiß ich wie hart es im Internet ist sich auf die Meinungsfreiheit zu berufen (siehe Strafen für Forenbetreiber wenn ein Mitglied etwas Gesetzeswidriges schreibt)

    Nachdem ich den Job fast hatte wurde ich durch ein paar Kommentare stutzig und hab nochmal nachgeforscht. Dabei fand ich, wohl auf anderen Seiten, Kommentare die in die von mir genannte in Richtung („Aufpassen mit Rufmord!“, „Seid lieber still, sonst…“ gingen) Inwieweit diese nun von wem kamen interessiert gar nicht, ich wollte nur pauschal informieren, dass derartige Einschüchterungstaktiken vollkommen sinnlos sind.

    In der Hoffnung nun etwas Licht ins Dunkel meiner Aussage gebracht zu haben, möchte ich dir vielmals für diesen tollen Blog danken!

    Liebe Grüße
    Salam Alaikum

  4. Schosch Says:

    Also:
    Ich persönlich behaupte einfach mal ihr seid an die falschen leute geraten.
    ich habe es dieses jahr gemacht und muss sagen, dass es ein guter job ist, der fair bezahlt wird.
    Ich weiß nicht ob das zu der zeit des artikels noch anders war – aber pro geschriebenes mitglied bekommt man 11€ minimum.
    Unser Teamleiter war richtig gut drauf und entstand zur keiner zeit etwas, dass man nötigung zur arbeit oder so ähnlich nennen könnte – d.h. keine überstunden wenn man keine 5 erreicht hatte, wies hier teilweise beschrieben wurde und auch die pausen würden einem ohne weiteres gegönnt – dazu gilt zu sagen, dass der großteil des teams so motiviert war, dass man die pause von sich aus kleiner ausfallen lies. Das betriebsklima war klasse – sowohl auf der straße als auch im ferienhaus.

    Allerdings:
    Der job ist nicht für jedermann – manchen liegt fundraising einfach nicht. hierbei entsteht dann der eindruck dass der job schlecht bezahlt sei, denn wenn man nicht schreibt, erhält man auch nur wenig – das ist eben so, schließlich investieren die NPOs in neue mitglieder, welche es dann eben zu ereichen gilt.
    An dieser stelle finde ich die arbeit von T2M lobenswert – wird mehr geschrieben als ‚bestellt‘ wird, wird der rest einfach geschenkt – bei einem defizit kostenlos nachgearbeitet.

    Fazit:
    Ich persönlich bin von der agentur T2M voll überzeugt. Meines erachtens leistet sie gute arbeit und fairen konditionen, sowohl für fundraiser selbst als auch für NPOs.

    PS.
    nein ich bin kein völlig manipulierter fundraiser o.ä. – ich selbst habe diesen job geschmissen, weil ich leider zu den oben genannten typen gehöre, die nicht recht zum fundraiser geeignet ist – es muss eben solche und solche geben!

  5. meli Says:

    Ich würde gerne wissen, was passiert wenn man vorort nach dem 3. od 4. Tag kündigt? Müsste man dann irgendwelche Kosten tragen oder etwas zurückerstatten?

  6. Konkurrenz Says:

    Weißt du was dein Problem ist saschap?
    Oder ne saschap weißt du wofür du werben solltest?
    Für amnesty international. Ja die sind ja für Menschenrechte bekannt…
    Da machst du dich bestimmt gut mit deinen Argumenten.

    Aber zurück zu dein Problem! Und der Unterschied unserer Gedankengänge
    Um mich oberflächlich auszudrücken:

    Du denkst nur an dich selber. An die Konditionen und was du verdienst. Dabei sollte es doch um die NGOs gehen.
    Denkst du Werber die schlecht werben, wären hilfreich? Sowas braucht nun mal keiner! Wer halbherziges tun will soll ehrenamtlich arbeiten! Wer Respekt der Leuten haben will soll ehrenamtlich arbeiten!!
    Hier geht es aber nicht um dich, sondern um die NGOs und wie sie am besten unterstützt werden.
    Um schlechte Werber zu vermeiden, werden Anforderungen und entsprechende Schulung der Methoden gelehrt.
    Manipulation ist die Beste Unterstützung für NGOs. Diese bringen massig Unterstützung in die Kasse, weil es
    eben effektiv ist! Halbherzige „Informationsgesrpäche“ mit Diskretion verlangen nicht deine Psyche ab. Das kostet dich Förderer. Was dich wiederrum dein Geld kostet, was auch wiederrum Unterstützung an die NGOs kostet. Denn von sich aus Spenden werden sie bestimmt nicht, wenn sie noch nicht mal eine freie Unterstützung erklären möchten.
    Es ist eben kein Job für Leute die einen normalen Job suchen. Sich normal engagieren um normal verdienen zu wollen.
    Ich verstehe dich ja. Die Moral und das Geld locken an diesem Job. Allerdings ist das ne 50:50 Sache. Entweder du verdienst scheiße oder du verdienst gut. Verdienst du scheiße, liegt das an deiner Einstellung bzw. Moral.
    Was sich an deinem Engagement und Körpersprache bemerkbar macht bzw. diese machen sich an deinem Verdienst bemerkbar. Körpersprache ist hier nämlich fast alles! Bist du nicht mit Herz dabei, physisch nicht belastbar, dann spiegelt es sich in dein Verdienst auch wieder!
    Es ist nunmal kein Job wie er geworben wird!
    Halbherzig dabei + gutes/mittelmäßiges Geld verdienen… FALSCH
    Aber wenn du dich entwickeln kannst, ist er es verdammt Wert!
    Der erfolgreichste Teamchef den ich kenne verdient um die 2000-3000€ die Woche.
    Weißt du wie er es schafft? Er steht dahinter zu das was er tut. Er hat Ausstrahlung. Er kann motivieren.
    Er kann sagen was er will, durch seine Körpersprache bringt er es einfach rüber! Und er nimmt keine Rücksicht auf das Geld der anderen, denn es geht nur um eine Kleinigkeit die sich jeder leisten kann. Unszwar nicht für eine Sekte…

    Um mich anders auszudrücken:

    Dein Problem sind die Hungerlöhne.
    Weißt du warum Hungerlöhne? Weil die dich verarschen wollen!!!! Dich übers Ohr hauen wollen!!! haha
    Nein quatsch. Wir, ich, du, sie wollen alle das gute Geld und dabei NGOs unterstützen.
    Aber weißt du was NGOs nicht unterstützt?
    Schwache Leute, die niemanden „überzeugen“ kann.
    Wie behebt man so ein Problem?
    Mit knallharten Konditionen. Diese Konditionen fördern die Entwicklung. Somit die Kasse und somit auch die Kasse der NGOs. Mittelmäßig oder weniger funktioniert nicht, weil die meisten abspringen, dadurch dass zu wenig verdienen, weil sie eben halbherzig sind. Das hilft den NGOs auch nicht.
    Ich interpretiere mal deine Forderung:
    „Ich will durch einen fair bezahlten Job, Leute für NGOs begeistern“
    „Ich möchte nicht ausgebeutet werden, wenn ich schlecht bin“
    „Ich möchte sicher gehen dass falls ich mich nicht weiterentwickle, trotzdem gutes Geld bekomme“
    Folgen:
    – keine Entwicklung
    – nur wenige Förderer für viel Geld FÜR DICH .. ohne besonderen Aufwand. Nein 10h pro Tag stehen ist kein Aufwand!
    10h pro Tag sich zu motivieren ist Aufwand! Und dafür wird man angemessen bezahlt und nicht dass man rumsteht und das Beste von seiner Halbherzigkeit hergibt

    Wer viel verdienen will, sollte bereit sein, viel zu tun.
    Faire Bezahlung folgt nur wenn man gut ist, denn schlechte Leistung hilft niemanden was!
    Es hilft auch niemanden was, wenn man nur 10h am Tag doof rumsteht!
    Daher erwartet man entsprechenden Leistung und die erfolgt durch die Provision.
    Wer sich selber im Wege steht, weil an die Leute denkt die er schreibt, denkt nicht an die NGOs die er damit unterstützt.

    Es ist kein Job wie er geworben wird. Es ist keine ehrenamtliche Arbeit.
    Es ist ein Job wo Engagement erwartet wird. Wer die nicht erfüllt, oder erfüllen kann ist eben nicht geeignet!
    Darum die Hungerlöhne wenn man schlecht ist.

    • Konkurrenz Says:

      Nochwas:

      Es ist ein Job der nur funktioniert, wenn ihr VOLL dahinter steht. Das hat nunmal seinen Prozess. Wer die nicht überwinden kann ist eben zu schwach. Wenn ihr denkt, ich liebe die Natur und ein Lächeln auf dem Gesicht bedeutet das ihr VOLL dahinter steht, dann ist das absolut falsch.
      Korrekt ist es, wenn ihr die Projekte ÜBER die persönlichen Probleme und Ausreden der Leute steht.
      Darum sind auch einige Fundraiser etwas vulgär gegenüber Passanten geworden.
      Nur so verdient ihr viel und hilft eure Hilfsorganisation.

      kurze Beispiele:
      Du: Schönen Tag!
      Passant: Nein ich hab kein Geld!!!
      Du: Entschuldigen Sie mal! Beruhigen sie sich erstmal. Wir sind keine Staubsauger-verkäufer, es geht hier darum dass jeder mit na Kleinigkeit mithilft Dritte-Welt-Kinder vor dem Hungersterben zu bewahren!
      etc.

      Du: Schönen Tag!
      Passant: Ich hab gerade keine Zeit!
      Du: Es geht hier um den WWF, dafür haben Sie sicherlich 2 Minuten Zeit.

      Du. Schönen Tag!
      Passant: Ich unterschreibe nichts, ich habe schlechte Erfahrungen damit gemacht!
      Du: Aber nicht mit dem WWF?! Wir möchten Sie nicht verpflichten, jeder hilft ja nur solange er möchte.
      etc.

      Du: Schönen Tag!
      Passant: Meine Bankdaten gebe ich nicht her!
      Du: Ich bitte Sie wir sind im 21. Jahrhundert, ihre Stromrechnung geht auch über die Bank.

      Vllt. erkennt ihr ja nun was ich meine. Das sind alles nur Ausreden. Das müsst ihr nicht auswendig lernen, denn das bringt nichts wenn die Körpersprache fehlt. Trick ist es selbstverständlich wie möglich rüberzubringen
      dass es hier nur um eine Kleinigkeit für arme Kinder geht! Und es selbstverständlich ist das JEDER mithilft!!!
      MORALISCHE PFLICHT

      Wie Anfänger reagieren:

      Du: Schönen Tag!
      Passant: Ich habe gerade keine Zeit!
      Du: Ok, trotzdem schönen Tag noch!:) … -.-

      Du: Schönen Tag!
      Passant: Ich unterschreibe nichts!!!
      Du: Ok, verstehe ich.. schönen Tag noch!:) … -.-


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