Die WIST und Internet. Oder: Wie man Studenten auch ärgern kann…

Die Wist kann einen was Internet angeht echt nur noch aufregen…

Vor 3 Monaten wurde zunächst einmal unser Internet drastisch reduziert: Weil manche durch Dauerdownloading oft die komplette Leitung belegt hatten und die Wist nicht in der Lage war, ein Programm am Server einzurichten, dass die Internetnutzung der einzelnen Bewohner regelt, wurde für 7000 Euro je Heim ein Gerät gekauft, dass dieses übernimmt (ein Cyberoam-Router) und das Internetvolumen auf zunächst 2,5 GB down und 700 MB up begrenzt (mittlerweile sind es 3 GB down).

Eigentlicher Grund: Wir haben in den Heimen zwar mehrere 8 MBit Downloadleitungen, aber nur 1 MBit Upload. Normal sollte man ein Verhältnis von 1:4 haben (sprich es wären 2 MBit benötigt), damit eine reibungslose Kommunikation via TCP/IP erfolgen kann. (Achtet darauf bei euren DSL-Verträgen, euch nützen 16 Mbit nix, wenn ihr zum Hochladen nur 1 Mbit habt.)

Doch jetzt kommt es noch besser: Das Merianhaus wurde wegen Umbaumaßnahmen für 2 1/2 Monate gesperrt und wir Studenten in die anderen Wist-Häuser Humboldt- und Paracelsus-Haus umgesiedelt. Und hier haben wir GAR KEIN Internet.

Nicht weil die Leitung tot wäre oder so. Nein, es war nur keiner in der Lage, rechtzeitig sich für 20 Minuten mal an den Server zu setzen und die neuen Benutzerkonten einzurichten. Für das Einrichten von Benutzerkonten hat bei der Wist keiner 20 Minuten Zeit. Für Zigarettenpausen, das Saubersaugen des PARKPLATZES vor dem Heim oder das Beaufsichtigen der Baustelle am Merianhaus ist dagegen genug Zeit da.

Schwer ist das Einrichten nicht. Ich hab dem Techniker mal bei einer der Serviceaufträge, als das Netz mal wieder lahmgelegt war, dabei zugeschaut: Der Cyberoam ist einfachst über eine Web-Applikation steuerbar. Da muss nix verdrahtet werden, da muss nix umgestellt werden, da muss nur gesagt werden: Den und den neuen Benutzer gibt es und das und das temporäre Passwort kriegt er. Mehr ist es nicht!

Aber naja, wir haben ja „keinen Rechtsanspruch“ auf die Nutzung des Internets. Und somit ist es ja unwichtig, dass die Uni voraussetzt, dass man auch am Wohnort Zugang zum Internet hat und sich immer aktuell informiert, also die Emails checkt und so… Wir sind ja nur Studenten, die bei der „Wirtschaftshilfe für Studenten in Salzburg e.V.“ ein Zimmer „benutzen“ dürfen.

Dem Problem dadurch ausweichen, dass man z.b. sich ein Kabelmodem kauft, oder auch über die normale Telefonleitung im Internet surft, geht im Merianhaus übrigens nicht: Sowohl Kabelanschluss als auch Telefonanschluss sind nur hausinterne Netzwerke, der Telefonanschluss ist ein VoIP-System und das Kabelnetz in wirklichkeit eine Sat-Schüssel, dessen Signal auf 120 Zimmer gesplittet wird.

Also liebe mögliche Interessenten an einem Zimmer im Merianhaus, merkt euch eines: Euer Zimmer ist billig und gut gelegen. Aber erwartet nicht, dass ihr den Service erhaltet, für den geworben wird (z.b. ist derzeit auch der Fernsehraum im Humboldthaus zugesperrt… Begründung? Keine Ahnung, wahrscheinlich einfach, weil unser Haustechniker es so wollte.)

Und falls sich jemand fragt, wie dieser Beitrag erscheinen konnte: Ich habe als einer der wenigen Merianer Orange-Mobil-Internet. 10 Euro für 15 Gigabyte im Monat. Funktioniert überall, und mit fast jedem Computer (außer Mac :P). Ich lass mich doch nicht auf vorsintflutliche 0-3 GB pro Monat herabstufen, das reicht bei mir nur 2 Wochen höchstens. Mobiles Internet ist jedem Einwohner dieser Heime echt nur zu empfehlen… sonst hängt man bis zu zwei Wochen ohne Internet rum!

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