Donnerstag in Uetersen

Nachdem ja bereits gestern ein recht anstrengender Tag war, in dem ich zunächst Bankgeschäfte in Tornesch und danach Schulbesuche in Esingen und Uetersen und am Abend bei der Wahlveranstaltung war (wie im Bericht 100 nachlesbar (danke an die mittlerweile 13 Leser, denen mein langer Artikel hoffentlich wenigstens einen groben Überblick über den Abend gegeben hat)), hab ich auch heute keine Mühen gescheut:

Begonnen habe ich damit, dass ich mich als Schüler verkleidet habe (dafür musste ich eigentlich nichts tun, meine normale Kleidung reichte, den Schülern fiel der Altersunterschied von durchschnittlich 10 Jahren nicht auf, vielleicht sollte ich wie in diesem Film „Ungeküsst“ auch mal Undercover-Reportagen von Schulen machen :D), und meine alte Schule (das LMG) nochmals unsicher gemacht habe.

Dabei begleiteten mich zwei eigentlich ja widersprüchliche Gefühle: Auf der einen Seite kriegt man immer das Gefühl „Wäre schon lustig, nommal Schüler zu sein“ und dem entgegengesetzt das Gefühl „Ein Glück, dass ich mir nimmer den Stress antun muss.“

Wobei: Schüler sein wäre schon lustig, aber dann nur mit Meli (dann hätte ich mir weniger blöde Sprüche anhören müssen, und hätte jemanden gehabt, mit dem ich mehr gemeinsam gehabt hätte als nur die Jahrgangsnummer) und mit dem Besuchen zumindest von dieser neuen Kabarett-AG und der Theater-AG. Das habe ich ja leider während meiner Schullaufbahn nie gemacht, wie ich da auch vieles andere quasi „verpasst“ habe, was man so als Schüler hätte machen können.

Aber irgendwie ist das LMG auch nicht mehr das, was es mal war: Nicht nur, dass es derzeit wieder mal eingerüstet ist und das Dach endlich repariert wird, nein, ich hab nimmal den Jahrgangsraum verpasst: Was ist aus unserem alterwürdigen Raum im Oberstufen-Keller geworden? Der einzige Raum mit Satelliten-TV, 486er-Computer und vielen gemütlichen Sofas. Der gemütlichste Raum der ganzen Schule…

Wenigstens die alterwürdige Klo-Kabine Nr. 3 im Jungsklo im Oberstufenkeller ist weiterhin so, wie sie war: Schön beschmiert… und es geht einem echt das Herz auf, wenn wenigstens auf diesen Wänden noch die Sprüche stehen, die viele Jahrgänge von Oberstufenschülern, darunter auch mein Jahrgang, zusammengetragen haben. Die Kabine gehört eigentlich unter Denkmalschutz und sollte in jedem Uetersener Reiseführer als Kulturgut aufgezeigt werden!

Vieles andere hat sich gewandelt: An der Johannes-Schwennesen-Schule (der alten Esinger Grundschule) gibt es mittlerweile einen Computerraum und die Lehrer müssen schon bei Schülern der 2. und 3. Klasse kontrollieren, ob die nicht ihre Hausaufgaben aus der Wikipedia geholt haben (viele Grüße damit an unseren Doktor mit dem Fable für Plagiats-Verfolgungen :D). Zumindest Frau Schröder (meine HSU-Lehrerin) und Frau Richter (meine damalige Klassenlehrerin) gibts immer noch 🙂

Heute abend hab ich mir da einfach mal das Video von der Klassenfahrt in der 4. Klasse angeschaut, und es ist echt krass, wie hässlich ich damals war :D… gut, ich sah kaum anders aus als heute (habe ich behauptet, ich wäre jetzt hübscher? :P), aber ich sah ja mit 10 Jahren aus wie 8… Und wieso musste ausgerechnet die Szene, wo ich den Preis für das beste Sand-Klohäuschen bekam, im Video bleiben? (Ja, ich hatte schon damals einen Sinn für völlig unwichtige Details.)

Ok, zurück zum LMG, hier war es erschreckend: Während die Schüler mich echt für einen Austauschschüler hielten (was lustig ist, da diese Schüler schon auf dem LMG waren, als ich dort mein Unwesen trieb), konnte sich außer Herrn Deyhle jeder an mich erinnern. Habe wohl zuviel Eindruck hinterlassen.

Aber wie gesagt, es ist schon ein komisches Gefühl, durch die Schule zu wandern, da kommen einem viele Erinnerungen an die 9 Jahre, die man dort tagtäglich war. Klar, im Nachhinein verherrlicht man meist seine Kindheit, die war ja so „einfach“ und „übersichtlich“ und „ohne Risiken“. Aber als ich bei einer Sportstunde mit Frau Brennecke bei einer Schulklasse beim Brennball-Spielen zuschaute, konnte ich auch die andere Seite sehen: Eine der Schülerinnen war total niedergeschlagen und saß in der Ecke, da sie alle gehänselt hatten. Die typische Ungerechtigkeit, denn sie war nicht besser oder schlechter als andere Schüler bei diesem Spiel.

Gut, egal, nach dem Schulbesuch bin ich schnell zur UeNa rein, Sebastian Kimstädt den Link zu meinem Blog geben, damit er mal meinen Bericht Nr. 100 (siehe unten ;)) lesen kann, dann leider kurz mit Klaus Plath etwas in Streit geraten, obwohl wir ja eigentlich im Grundsatz ähnlicher Meinung sind. Dazu soviel: Da sich ja wirklich immer viele in Wohngebieten über Jugendparties usw. beschweren werden, da immer einige Jugendliche provozieren und in der Gegend lärmen wollen, steht es derzeit für Jugendzentren, -treffs oder -hallen in Wohnbereichen relativ schlecht.

Gut, habe ich mich wohl etwas unbeliebt gemacht, obwohl ich das gar nicht wollte, hab mich dann noch mit Daniel Quilitzsch unterhalten. Man sieht sich ja nur alle paar Monate. Das nächste mal übrigens beim Bowy-Fest, nur so als Warnung an alle 😉

Diskutiert haben wir über vieles, was wir so machen, und am Ende darüber, dass das LMG doch relativ wenig Talentförderung betrieben hat. Aber naja, da kann man ja nichts machen.

Naja, also wieder ein interessanter Tag mit vielen Erfahrungen 😉

bis Morgen 😛

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