Seit 10 Jahren immer gleich?

Nein, ich spreche nicht von Acme.Rad1o.

Zumindest die Überschrift hat nichts mit Acme.Rad1o zu tun. Denn bei Acme.Rad1o verändere ich alle paar Monate mal etwas, vor 10 Jahren hieß der Sender schließlich noch ARI1.

Ne, ich hab mal wieder bei R.SH auf die Homepage geschaut. Und schon diese hat sich in den letzten Jahren kaum merklich verändert. Gut, es gibt jetzt vermehrt Videos und Audiobeiträge auf der Homepage, doch ob nun 2008 oder 2003 ist, stellt man nur an der Geschwindigkeit des Seitenaufbaus fest.

Aber noch mehr fühlt man sich in die Vergangenheit versetzt, schaut man sich das Programm mal an: Carsten Köthe, mittlerweile 48 (und sicher immer noch genauso frisch wie mit 30) moderiert bald 20 Jahre „Carsten Köthes Frühstücksclub“, den Sendungsnamen gibts nun auch schon seit 10 Jahren. Davor hieß die Sendung noch „Moin Moin“ (was denkt ihr denn, wo ich den Titel für Daniels Sendung her habe :D), aber verändert hat sich eigentlich nichts.

Die Mittmann-Show (oder neuer: „Mach-Mittmann-Show“) gabs auch schon, als ich noch im Sendebereich von R.SH gewohnt habe, und die Frank-Bremser-Show hat eigentlich auch nur ein wenig ihre Uhrzeit verändert.

Interessant auch, wie versucht wird, die Hörerschar an den Boxen zu halten: Mit „Hits aus der Schulzeit“ und „von der Klassenfahrt“. Wohlgemerkt, es geht hier um Musik der 90er Jahre, also eine Zeit, in der ich auch Schüler war. Also während die Hörerschar womöglich und die Moderatoren offensichtlich an Alter zulegen, wird versucht, das Programm weiter für 25jährige attraktiv zu halten. Zumindest kann man das vermuten, wenn man die Projekte der Homepage beachtet.

Ich finde das schon erstaunlich, wie es ein Sender schafft (oder versucht zu schaffen, den Erfolgswert der Bemühungen kann ich leider derzeit nicht nennen, fehlende Quellen 😉 ), ohne viel Nachwuchsförderung (siehe gleiches Personal seit 10 Jahren) oder Programmveränderungen seine Hörerschaft „jung“ zu halten. Wenn sie es denn ist. Fragen tue ich mich da dann allerdings schon: Kann sich der Sender dann noch „jung und frisch“ nennen, wenn sich nichts ändert?

Ich habe ja nichts dagegen, dass auch ältere Kollegen weiterhin im Radio sind und das nicht nur auf den Infowellen der Öffentlich-Rechtlichen, im Gegenteil, es muss nicht überall Jugendwahn geben und er wird ja mittlerweile sogar schon in der Form übertrieben, dass heutzutage Moderatoren über 25 kaum noch „Jungmoderatoren“ genannt werden, ein Alter, wo man in den 70ern und auch 80ern noch froh sein konnte, überhaupt vors Mikro zu dürfen.

Aber wo sollen denn die „Horden“ (die es ja gar nicht sind) von jungen Leuten hin, die nicht das Glück haben, wie die Generation „Privatradio“ in eine Phase vermehrtem Personalbedarfs geraten zu sein oder die nicht zur Generation „Generationenwechsel“ gehören. Sprich die 1980er bis 1990er Jahrgänge. Bis die vorhandenen Positionen im Radio freiwerden, dauert es sicher noch mind. 10 Jahre, wenn nicht gar 20, und Neugründungen von Radios oder großen Fernsehstationen sind derzeit eher unwahrscheinlich. Internet-Radio wird noch nicht bis schlecht vergütet, Zeitungen sparen an Redaktionen, seit alles auf Online umgestellt wird, das Fernsehen baut eh ab.

Die Frage, die ich mir da, nach einem wie üblich sehr merkwürdigen Artikel, ist die:

Ob in 10 Jahren das Programm von R.SH immer noch so sein wird wie heute? 😉

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