Ein Lied für Deutschland. Und Österreich (Update: Strophe 3)

Viele von euch kennen sicher das sogenannte „Cha-Cha-Lied“ aus einem Frontal 21-Beitrag von 2004 (leider nicht mehr in der Mediathek verfügbar, was schade ist, es war richtig lustig).

Damals ging es in dem Titel darum, dass der Sänger Holland mag, aber nur außerhalb des Fussballrasens. Das Video passte damals perfekt, da eine Woche später Deutschland gegen Holland/Niederlande spielte und verlor.

Nun hier für beide Seiten, sowohl Deutsche als auch Österreicher, ihre Versionen für dieses Lied. Zuerst die deutsche Version:


Nicht weit von uns im Osten,
da liegt ein kleines Land,
das ich immer, wenn ich da war,
ziemlich überzeugend fand.

Ein Land mit hohen Bergen
und mit netten alten Städten,
mit Petersielkartoffeln
und mit Sachertortenschnitten.

In Wien da gabs die Sissy,
und in Salzburg war der Mozart,
ich steh auf Wiener Walzer
und auf Einspänner am Karlsplatz.

Ich komme gerne Ski fahrn
und ich komme gern zum Wandern,
ja sie sind tolle Nachbarn,
und doch sind’s die Andern.

Ich liebe Wiener Schnitzel
und ich lieb auch das Bosna,
aber eine Sache gibts,
da bin ich meganational.

Es kam über die Jahre
und jetzt sitzt es ziemlich fest,
wenn es um Fussball geht,
hass ich Österreich wie die Pest.

Grad in Cordoba und Wien
sollt man sich nicht dafür genier’n,
es kann nichts schlimm’res passier’n,
als gegen Austria verliern.

Beide liebten wir den Adolf,
er kam von euch, ehe ihr vergessts,
ein guter Deutscher ist nicht großdeutsch,
dass ihr das bloss nicht vermisst.

Ich liebe Wiener Schnitzel
und ich lieb auch das Bosna,
aber eine Sache gibts,
da bin ich meganational.

Es kam über die Jahre
und jetzt sitzt es ziemlich fest,
wenn es um Fussball geht,
wünsch ich Österreich nur die Pest.

Ich weiss, du bist auch fescher,
du bist kein Großstadtprolet,
stehst zu Östr’reich,
selbst wenn’s 3:4 für die Niederlande steht.

„Wenn die Piefkes etwas sagen,
hört man besser gar net hin“,
halt die Goschen, wenn ich Östr’reich sehe,
seh ich rot-weiss-rot.

Ich liebe Wiener Schnitzel
und ich lieb auch das Bosna,
aber eine Sache gibts,
da bin ich meganational.

Es kam über die Jahre
und jetzt sitzt es ziemlich fest,
wenn es um Fussball geht,
wünsch ich Österreich nur die Pest.


Es folgt: Die Version für Österreicher


Nicht weit von uns um Westen,
da liegt ein großes Land,
das ich immer, wenn ich da war,
ziemlich überzeugend fand.

Ein Land mit viel Geschichte,
und mit vielen großen Städten,
mit Currywurst mit Pommes,
mit Matjes und Buletten.

In Kölle gibts den Karn’val
und in Hamburg einen Hafen,
ich steh auf deutsche Autos
und auf Deiche mit viel’n Schafen.

Ich komme gern zum Baden
und ich komme gern zum Shoppen,
ja sie sind tolle Nachbarn,
doch nie würd‘ ich sie poppen.

Ich lieb ihr schwarz-weiss-rot
und ich lieb es auch hochdeutsch,
aber eine Sache gibts,
da haben sie mich oft enttäuscht,

es kam über die Jahre,
und jetzt sitzt es wirklich fest,
wenn es um Fussball gibt,
hass‘ ich Piefkes wie die Pest.

Grad in wichtigen Turnieren
sollt man sich nicht dafür genier’n,
was kann besseres passier’n,
wenn sie wie in Cordoba verlier’n?

Beide haben wir unser’n Kaiser,
nur ihrer konnt‘ nur Fussball spiel’n,
ihr Piefkes werdet es schon sehen,
wir schlagen euch haushoch in Wien.

Ich lieb ihr schwarz-weiss-rot
und ich lieb es auch hochdeutsch,
aber eine Sache gibts,
da haben sie mich oft enttäuscht,

es kam über die Jahre,
und jetzt sitzt es wirklich fest,
wenn es um Fussball gibt,
wünsch ich den Piefkes nur die Pest.

Ich weiss, du spielst gut Fussball,
bist dort unter den Top Ten,
mühst dich nicht gegen die Färoer,
oder gegen Liechtenstein.

„Wer so spielst wie diese Ösis,
soll sich besser nicht beschwer’n“,
sei bloß ruhig, wenn ich euch Piefkes sehe,
tobt in mir die Wut.

Ich lieb ihr schwarz-weiss-rot
und ich lieb es auch hochdeutsch,
aber eine Sache gibts,
da haben sie mich oft enttäuscht,

es kam über die Jahre,
und jetzt sitzt es wirklich fest,
wenn es um Fussball gibt,
wünsch ich den Piefkes nur die Pest.


So, ich denke, jede Seite hat ihr Fettnäpfchen abbekommen, die eine Seite haut natürlich wegen Hitler auf die Ösis ein (dazu auch das großdeutsch passend, um zu verdeutlichen, dass zumindest vor 1938 die Österreicher nicht wirklich was gegen ein Zusammenkommen mit dem Deutschen Reich gehabt haben), die Ösis kommen natürlich mit Cordoba. (Dazu eine Sache, „Wenn sie wie in Cordoba verliern“, da sollte das wie in fast wie „wiin“ gesprochen werden, damit es melodiemäßig passt.)

Und morgen:Ja morgen spielt Österreich gegen Deutschland. In Wien!

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3 Antworten to “Ein Lied für Deutschland. Und Österreich (Update: Strophe 3)”

  1. thewritingfranz Says:

    Die Pest wünsche ich als Österreicher den Deutschen nicht. Da sage ich lieber: Servus der Herr Deutscher, küss die Hand Frau Deutsche. Tut mir sehr leid, aber wir müssen Sie leider heute schlagen und zwar 3:2. Auf Wiedersehen und beehren sie uns bald wieder, vielleicht am Wolfgangsee.

  2. saschap Says:

    Das mit der Pest ist ja auch nur übertragen gemeint, keine Sorge 😉
    Ich hab den Text versucht nahe am Original zu halten (da heisst: „solang‘ um Fußball geht, hass ich Holland wie die Pest“), ohne dabei zu kopieren. Und Küsst die Hand ist einfach zu lang. Leider fiel mir als Deutscher keine passende kurze Wortwahl außer der Originalwortwahl ein 😉

    Und zum „Sie“: Ich bin für Österreich. Als Deutscher. Einfach weil „unsere“ Elf dieses Mal um Längen schlechter spielt als 2006. Und weil Österreich einen Sieg gut gebrauchen könnte, um mal aufzuhören mit Jammern wegen schlechten Rankings, die kein Spiel entscheiden. Und es gäbe noch viele Gründe, aber ein Sieg für Austria (wahrscheinlich eher 2:1 oder 2:0, 2 Tore braucht Hickersberger, damit Deutschland einknickt) wäre schon was schönes.


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